Immobilien
Sie suchen Immobilien in Schweden, um Wohnraum zu mieten oder zu kaufen? Dann sollten Sie gleich mehrere wichtige Aspekte berücksichtigen. Natürlich spielt der Ort, an dem Sie ihrer Arbeit nachgehen wollen, bei der Immobilien-Auswahl eine entscheidende Rolle. Darüber hinaus müssen Sie sich entscheiden, ob sie in der Stadt oder auf dem Land wohnen wollen.
Bei der Entscheidung, ob Sie Immobilien in der Stadt oder auf dem Land in Schweden bevorzugen, ist es wichtig zu wissen, wie viel Abgeschiedenheit Sie vertragen. Entscheiden Sie sich fürs Land, so kann das in Schweden durchaus die Entscheidung für ein Leben in verhältnismäßig großer Abgeschiedenheit sein. Sie sollten sich bei der Überlegung, wo Sie nach Immobilien suchen, auch fragen, ob Sie eher im Süden oder im Norden von Schweden leben möchten. Die Antwort auf die Frage hat Einfluss darauf, in welchen Lichtverhältnissen, mit welchem Wetter und welchen Temperaturen Sie leben werden. Wenn Sie sich über die hier vorgestellten Fragen im Klaren sind, steht der Wohnungs- oder Haussuche in Schweden nichts mehr im Weg.
Wohnraum ist knapp
Immobilien zu kaufen oder zu mieten, wird in Schweden meistens teuer, da Wohnraum knapp ist. 40 Prozent der Haushalte leben in Mietwohnungen (hyresrätter), etwa genau so viele in Eigenheimen (villa, egna hem) und 17 Prozent in Eigentumswohnungen (bostadsrätter). Die Kritiker der „katastrophalen Wohnungspolitik" in Schweden argumentieren, dass es aufgrund der Mietpreispolitik keine wirtschaftlichen Anreize gegeben hat, Immobilien mit Mietwohnungen zu bauen. Häufig fiel den Gemeinden (kommunen) die Aufgabe zu, für Wohnraum zu sorgen. Meistens bestimmt die Regierung, wie die Mieten ermittelt werden und wie hoch sie ausfallen. Die tatsächlichen Kosten des privaten Vermieters für seine Immobilien spielen dabei keine Rolle. Ausschlaggebend sind die Mieten, die unter strikten gesetzlichen Auflagen von den kommunalen und steuerlich begünstigten gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaften mit dem Mieterbund ausgehandelt werden. Private Hausbesitzer dürfen diese Vorgaben nur um 5 % erhöhen.
Langsam ändert sich das System
Das so genannte Nutzungswertsystem gilt bei Immobilien in Schweden auch heute noch. Allerdings wurden Mitte letzten Jahres erstmals Mieten in der Neuproduktion nach dem Kostenverfahren ermittelt. Diese Mieten lagen um zehn bis 20 Prozent über denen des Nutzungswertsystems. In Schweden kann der Mieter in einer Frist von bis zu einem halben Jahr nach seinem Einzug bei einer Kontrollbehörde (hyresnämnden) gegen seine eventuell zu hohe Miete klagen. Der Vermieter kann dann zur Senkung der Miete für seine Immobilien gezwungen werden.
Mietwohnungen in Schweden
Auch in Schweden ist eine entscheidende Frage, wie man an eine Mietwohnung herankommt? Erste Voraussetzung dafür ist ein festes Arbeitsverhältnis sowie keine Anmerkung beim Gerichtsvollzieher. Bis vor ein paar Jahren gab es noch kommunale Wohnungsämter, die allerdings bis auf etwa zehn dem Rotstift zum Opfer fielen. Das ist auch bedingt durch eine weitgehende Deregulierung. Vermieter von Immobilien in Schweden sind in der Regel nicht mehr gezwungen, die Hälfte ihrer frei werdenden Wohnungen dem Wohnungsamt zu melden. Wer eine Mietwohnung sucht, muss passende vermietende Hausbesitzer ausfindig machen. Mietanzeigen (hyresmarknaden) in den Zeitungen sind rar. In den Großstädten gibt es seit ein paar Jahren umfangreiche Neubauprogramme, die jedoch hauptsächlich Immobilien mit Eigentumswohnungen entstehen lassen. Dennoch: Es gibt auch Mietwohnungen, aber zu welchen Preisen! Die Vermieter dürfen laut Gesetz keine Provisionen oder Kautionen verlangen. Angesichts des Wohnungsmangels hat sich vor allem in den größeren Städten ein umfassender Schwarzmarkt entwickelt.
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